Synology DS213+ – PhotoStation mit iPhoto 11 und Lightroom 4

Ich habe mir die DS213+ auch dafür gekauft um meine vielen Photographien sicher zu verstauen. Meistens brauche ich eh nicht mein komplettes Bilderarchiv und zweitens habe ich so mehr Platz unterwegs. Mein Ansatz war daher, dass ich den kompletten Bilder Ordner meines Macs auf das NAS in den photos Ordner kopiere. Dort würde er indiziert werden und würde dann der PhotoStation zur Verfügung stehen.

Von der Theorie her war der Ansatz nicht verkehrt, aber es gibt dabei einige Dinge zu beachten:

  • Es werden ALLE unterstützten Bilder indiziert und entsprechend wird auch dafür ein Thumbnail erstellt. Dies dauert sehr lange, wenn man denn nicht den Synology DiskStation Admin verwendet.
  • Wenn man sehr viele Fotos hat, verliert man sehr schnell den Überblick.
  • Wenn man eine iPhoto oder Aperture Bibliothek auf das NAS kopiert, so werden sehr viele unnötige Thumbnails mit erstellt. iPhoto speichert in seinem Resourcen Bundle modifizierte Versionen als auch Originale ab, so hat man u.U. sehr viele unnötige Thumbnails doppelt.
  • iPhoto bzw. Aperture Bibliotheken funktionieren nur auf HFS+ formatierten Volumes!

Insbesondere der letzte Punkt stört mich. Jetzt könnte man natürlich ein DiskImage anlegen auf dem NAS, in dem wiederum die Bibliothek abgespeichert werden kann. Dann hat man allerdings wieder einen unnötigen Schritt dazwischen. Ich belasse daher meine iPhoto Bibliothek lieber auf meinem Mac und versuche dann mit TimeMachine von dieser Datenbank eine Kopie zu sichern.

Lightroom kann man so benutzen, das es Bilder nach Jahren und Tagen anlegt. Da würde eine Indizierung und Benutzung der PhotoStation prinzipiell möglich und einfacher sein, jedoch habe ich mich aufgrund dieses Postings dagegen entschieden. Stattdessen werde ich einfach nur die wirklich guten/wichtigen Photos in die PhotoStation einpflegen.

Ebook Rezension: Gunther Wegner – Zeitraffer – Aufnahmen und Bearbeiten

Seit längerem beschäftige ich mich mit Zeitrafferaufnahmen. Zeitrafferaufnahmen sind im Prinzip nichts anderes, als viele Fotos, die in einem bestimmten zeitlichen Abstand hintereinander erstellt wurden. Wenn man ausreichend viele Fotos in der Sekunde zusammenfügt, so erhält man einen Film. Zeitrafferaufnahmen nutzen jetzt den Umstand, dass der Abstand zwischen den Fotos größer ist als in dem resultierenden Film. Dadurch werden größere Zeiträume auf einen kurzen Zeitraum „zusammengerafft“.

Wenn man im Internet nach diesem Thema sucht, so begegnet einem fast zwangsläufig irgendwann Gunther Wegner. Gunther hat in seinem Blog gwegner.de viele Tipps und tolle Zeitraffervideos veröffentlicht. Im Laufe der Zeit kam dann noch die Software LRTimelapse für Adobes Lightroom noch dazu. Diese Software hat er selber geschrieben. Sie ermöglicht es, Zeitraffer mit Hilfe von Lightroom zu bearbeiten und zu verbessern. Die Resultate werden entsprechend qualitativ hochwertiger. Zusammen mit dem Programm und seinen Tipps hat er ein Ebook veröffentlicht, das jeder für 10 Euro auf seiner Seite kaufen kann. Für interessierte Blog Schreiber (wie ich es z.B. bin 🙂 stellt er das Buch auch kostenlos zur Verfügung. Als Gegenleistung erbringt man dann eine kleine Rezension, was ich hiermit auch mache.

Das Ebook hat 142 Seiten und ist auch im epub Format für Ebook Reader wie der Kindle verfügbar. Man kann das Buch grob unterteilen in drei große Abschnitte:

  • Equipment – die Grundvoraussetzungen
  • Die Aufnahme eines Zeitraffers
  • Das Bearbeiten der Zeitraffer-Sequenz

Dazu kommen noch kleinere Kapitel wie Hinweise zur Wahl des passenden Motivs, einmalige Installationsanweisungen für LRTimelapse oder ein Anhang. Auf diese Abschnitte werde ich nicht eingehen und mich eher auf die mir relevanten Themen stürzen, für die ich mich interessiere.

Die beschriebenen Erfahrungen bezüglich des Equipments decken sich mit meinen Erfahrungen. Ich habe mir damals auch extra eine Kamera gekauft, die ich mit einem programmierbaren Fernauslöser steuern kann. Dazu kam vor ein paar Wochen ein passendes Fisheye Weitwinkel Objektiv und auch ein lichtstarkes Pancake Objektiv. Gunther beschreibt ausführlich und einsteigerfreundlich verschiedene Aspekte wie Objektiv, Timer, Stativ oder auch Graufilter. Letzteres fand ich besonders interessant, da ich auch noch überlegt habe, einen Graufilter anzuschaffen. Seine Erklärungen und vor allen die zugehörige Tabelle erklären schön anschaulich die Unterschiede und Modellbezeichnungen. Als hilfreich empfinde ich auch die Informationen zur Verschlusszeit. Je länger ein Bild belichtet wird, umso verwaschener erscheinen Bewegungen. Dies ergibt in den Zeitrafferfilmen wiederum schönere (da weichere) Übergänge. Die Abschnitte zum Thema Überblendungen zwischen verschiedenen Tages/Nachtzeiten fand ich ebenfalls informativ, da ich damit auch immer zu kämpfen habe. Entweder man stellt es zu hell oder zu dunkel ein.

Der Großteil des Ebooks beschreibt die Arbeit mit seinem Programm LRTimelapse. Das war in der älteren Version noch kostenfrei zu laden. Die Nachfolgeversion 2 ist kostenpflichtig (wenn man alle Funktionen nutzen will) und deckt mit den Kosten die Entwicklung und Erhalt des Programms. Sie ist aber dennoch in der eingeschränkten Funktion zu benutzen. Leider habe ich bei meinen Videos noch nicht so viel Nutzen für die Software finden können.

Die Arbeit mit Lightroom ist in zwei Abschnitte unterteilt: einfache Zeitraffer mit der eingebauten Diashow Funktion von Lightroom und angepassten Profilen und die aufwendigere aber auch qualitativ hochwertige Variante mit LRTimelapse. Ich habe beide Varianten getestet, indem ich mich an die Anweisungen im Ebook gehalten habe. Wer nicht so viel Lust hat auf das Lesen, der kann auch auf die Spickzettel zurückgreifen, die die nötigsten Arbeitsschritte beschreiben.

Für mich sind primär die Lightroom Diashow Presets interessant, da diese Full HD Videos mit bis zu 30fps ermöglichen. LRLightroom an sich benutze ich nur, um die Fotos zu initialisieren, ihre Metadaten zu speichern und anschließend in Lightroom zu einem Film rendern zu lassen.

Ich habe in meinem letzten Urlaub versucht ein paar Zeitraffer Filme zu erstellen, allerdings ist noch nichts Zufriedenstellendes dabei entstanden. Meine bisherigen Zeitraffer Filme habe ich mit Quicktime erstellt. Richtig gute Filme gibt es bei Gunther im Blog bzw. im Forum.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Ebook mir einige interessante neue Dinge beigebracht hat. Die Software selber habe ich mangels Zeit und gutem Ausgangsmaterial noch nicht ausreichend testen können. Wer interessiert ist an Zeitraffer Fotografie sollte auf jeden Fall Gunthers Webseite mal genauer angucken. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für das Ebook!