iPhoto 09 auf 11 Upgrade

Seit einiger Zeit gibt es nun das neue iLife Paket von Apple. Als Hauptmerkmal sag ich jetzt mal scherzhaft gibt es nur das „fullscreen„.

Was ich mir persönlich davon erhofft habe, war primär ein schnelleres Start meiner iPhone Bibliothek von knapp 10000 Photos bei 40GB Größe. Jedoch war mein Upgrade etwas problematischer (jedoch nicht so katastrophal wie bei einigen anderen Nutzern…).

Ich habe als erstes ein Time Machine Backup gemacht, für den Fall der Fälle. Schließlich handelt es sich ja um eine neue Programmversion und wer weiß, was da noch alles kommt an Problemen.

Danach wurde von der DVD installiert. ich habe mich hierbei einfach für eine Upgrade Installation von iPhoto, iMovie und iWeb entschieden. Die alten Versionen habe ich also absichtlich vorher nicht entfernt.

Die Installation lief erwartet problemlos, die Überraschung kam nachher beim ersten Start von iPhoto: Kernel Panic inkl. grauem Bildschirmschleier. Und das ausgerechnet dann, wenn iPhoto gerade die Datenbank aktualisieren möchte.

Nach einem Neustart habe ich wieder iPhoto gestartet. Jedoch hüpfte jetzt das Icon nur etwas auf und ab im Dock und blieb dann still sitzen. Einen kleinen Punkt unter dem Icon gab es nicht, es wirkte also so, als ob das Programm beendet wäre.

Aber nach geduldigen Warten kam die Oberfläche wieder zum Vorschein und hat weiter die Datenbank aktualisiert. Ich konnte mir nach erfolgreicher Aktualisierung erst einmal die Oberfläche vom neuen Programm anschauen und muss sagen: Ich bin enttäuscht. Viele der einfachen Schaltflächen wie z.B. „Ereignis Teilen“ sind jetzt in Untermenüs aufgetaucht. Die Fullscreen Anwendung sieht nett aus, ja. Aber trotzdem fehlen mir da halt ein paar einfache Button für den Direktzugriff. Ich brauche dafür keine Buttons mit Zugriff auf die teuren Apple Bücher oder Postkarten…

Ein paar Tage später habe ich dann erfahren, dass es bei vielen Anwendern zu Problemen mit iPhoto kommen soll: Es fehlen Datenbankeinträge und besonders schlimm: es fehlen die Originaldateien der Photos. Das heißt es ist tatsächlich nach dem Upgrade zu einem Dateiverlust der besonders üblen Sorte gekommen.

Natürlich habe ich mir dann auch Gedanken gemacht, ob ich von dem Problem betroffen bin. Jedoch habe ich beim Überfliegen der 10000 Items nichts wesentliches vermisst. Aber mal ehrlich: ich hätte auch gar keine Zeit und Lust, alle Fotos erneut auf Vorhandensein zu prüfen. Hier habe ich mich dann einfach mal auf die Dateigrößenvergleiche der Datenbank Ordner verlassen. Der neue iPhoto Ordner war sogar knapp 1GB größer als der alte, so dass ich davon ausgehe, dass alle Fotos da sind. Dennoch habe ich die Zeit in Kauf genommen und habe von der Snow Leopard DVD gestartet, um eine Reparatur der Systemplatte vornehmen zu können. Ein Check hatte vorher ergeben, dass es da wohl einige fehlerhafte Einträge gab und man diese doch reparieren sollte. Auf Basis meines Time Machine Backups wollte ich jetzt nicht wieder von vorne anfangen alles zu importieren, da ich annehme, dass alles gut importiert wurde trotz meines Absturzes. Oder habt ihr noch eine Idee, wie man das im Nachhinein überprüfen könnte?

Laut diesem Blog sollen falsch gesetzte Dateiberechtigungen das Problem sein, die man durch rigoroses Setzen von 777 (also Lese/Schreib/Ausführ-Rechte für Besitzer, Gruppe und andere) lösen soll. Dadurch werden aber die Fotos für wirklich alle Nutzer des Macs sichtbar. Gut, wenn man sich den Mac eh mit niemanden teilt, könnte man dieses verhalten ja evtl. noch akzeptieren, aber aus Sicherheitstechnischen Gründen ist dies sicherlich keine tolle Idee.

Apple hat aber jetzt immerhin ein Update bereitgestellt, das interessierte User vor einem Datenbankupgrade installieren sollten.

Nach dem Update habe ich noch einmal die Bilderanzahl nachgeguckt, aber es ist wohl nichts abhanden gekommen. Um ganz sicher zu gehen und auch um den Start von iPhoto zu beschleunigen, habe ich mit gedrückter alt und cmd Taste iPhoto gestartet. Die Tasten muss man gedrückt halten bis iPhoto komplett gestartet hat. Man kann auf dem erscheinenden Bildschirm dann verschiedene Optionen auswählen, um seine Datenbank reparieren zu lassen.

Meine Einstellungen könnt ihr auf dem Screenshot sehen:

Ich selber bilde mir ein, dass iPhoto nach diesem Durchlauf wesentlich schneller startet und vor allen Dingen auch wesentlich schneller scrollt.

Apples Aperture 3 hatte bei mir ein ähnliches Verhalten gezeigt und war tierisch langsam, quasi überhaupt nicht zu benutzen. Vielleicht lag das auch mit einer nicht perfekt optimierten und importierten Bilderdatenbank zusammen. In meinem Bekanntenkreis gab es bisher noch keinerlei Upgrade Probleme, bleibt also die Frage, was dazu geführt hat, dass ich den Kernel Panic hatte und warum andere Leute teilweise richtig viele Fotos verloren haben.

Apple Keynote 20.10.2010

Heute hat Apple mal wieder eine Keynote gehalten. Dabei waren die Hauptfeatures:

  • Alles in Fullscreen – Apple will alle möglichen iLife Anwendungen in Fullscreen laufen lassen, warum auch immer. Ich wette, das ruckelt bei mir eh nur rum 😉
  • Facetime für Macs – Es gibt eine Mac Beta für Facetime Anrufe vom Mac zu iPhone 4. Ich werds morgen mal mit der einzigen Person testen, die ein iPhone 4 hat 😉
  • Mac OS X 10.7 Lion – Das neue Mac OS. Wird ziemlich nach iOS aussehen und auch so funktionieren. Multitouch Trackpad oder Maus wird sicherlich Voraussetzung. Sieht nett aus aber naja, ich vermute, es wird ruckeln wie sau…
  • App Store für Macs – Das 70/30 Modell wird auch für Mac OS X Geräte eingeführt. Innerhalb von 90 Tagen. D.h. man sollte jetzt Cocoa lernen, um rechtzeitig auf den fahrenden Zug aufspringen zu können 😉 Die Entwicklung war klar, Apple will sich auch bei den normalen Programmen einiges an Geld einkassieren. Der Jailbreak für Macs wird dann wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lassen
  • Das neue Macbook Air sieht super aus, echt klein. Leider ist die CPU mir etwas zu langsam. Hätte es mindestens 2,1GHz und 4GB Ram (wer verkauft bitteschön mit 2GB????) wären Minimum, dann würde ich es direkt gegen mein aktuelles MBP 5,5 austauschen. Im Trailer wird Assasins Creed fürn Mac gezeigt. Ich halte es extrem unwahrscheinlich, dass eine 1,4GHz CPU mit der nVidia Grafikkarte ausreichend stark sind, um so ein Spiel in den dargestellten Details anzeigen zu können
  • Das neue Macbook wird mit einem USB Stick zum Recovern ausgeliefert. Finde ich nur konsequent, schließlich ist so ein USB Stick schneller und das neue Macbook Air hat auch kein Optisches Laufkwerk

Gerade habe ich mir dann noch iLife 11 bestellt. Bei Mydealz gabs den interessanten Hinweis auf die Edu Version, die lediglich 25 Euro kostet. Der Normalpreis beträgt 50 Euro. Selbst im Bochumer Edustore kostet es 50 Euro. Insofern ist das wirklich ein Schnäppchen!

Naja, mehr Infos, wenn die Software da ist.