Kein Flash Player Auto Update für Mac OS X?

Für Apple Mac OS X gibt es keine automatischen Updates für den Adobe Flash Player. Unter Windows gibt es ein nettes Fenster, dass ab und an mal darauf hinweist, dass man doch die neueste Version des Adobe Flash Players installieren soll.

Manche empfinden dies als durchaus lästig und geben sogar Tipps, wie man diese Updates abschalten kann. Das man sich dann natürlich jeder Menge Gefahren durch Flash Exploits aus setzt, bedenken die wenigsten.

Für Mac OS gibt es so eine Update Funktion überhaupt nicht. Man muss jedesmal auf die nervig gestaltete Adobe Webseite, um sich den aktuellsten Flash Player herunterzuladen. Es gibt dabei auch nicht die Möglichkeit wie unter Windows den Flash Player direkt ins System installieren zu lassen. Zugegeben, das ist Bequemlichkeit, aber macht das offizielle Installieren doch schon relativ einfach. Mac OS lässt aus dem Browser direkt keine direkten Installationen zu. Könnte man ja auch so gesehen als Sicherheitsfeature bezeichnen 🙂

Für alle anderen Adobe Produkte auf dem Mac gibt es den Adobe Updater. Dieser aktualisiert Programme wie Photoshop, InDesign und co. Warum kann Adobe hier nicht gleich den Flash Player mit integrieren? Man könnte den gleichen Updater unter Windows allerdings auch mal dafür erweitern. Hier wird meistens nur der Acrobat Reader aktualisiert. Wenn man übrigens nur nach Adobe Updater sucht, sieht man auch nicht gerade erfreuliches…

Googles Chrome hingegen geht einen ganz anderen interessanteren Weg: Der Flashplayer ist direkter Bestandteil des Browsers und wird durch die ohnehin automatisch im Hintergrund ablaufenden Chrome Updates auf dem laufenden gehalten.

Es ist nicht verwunderlich, dass Apple auf dem Macbook Air ab Werk keinen Flash Player mehr installiert. Der Anwender soll erstens selber darüber entscheiden, ob er sich das Programm antun möchte und zweitens wird so halbwegs garantiert, dass eine aktuelle Version aufgespielt wird.

Mac OS X 10.6.4 liefert alte Flash Version aus

Gerade ist das Mac OS X 10.6.4 Update erschienen und schon kommt die erste Meldung über eine veraltete Flash Version, die mitgeliefert werden soll.

Allerdings habe ich davon nichts bemerkt. Meine von mir verwendete Gala RC2 Version (der experimentelle Flash Player für Mac mit Grafikbeschleunigung) ist nach wie vor in der Version 10,1,81,24 installiert.

Um herauszufinden, welche Version bei euch gerade installiert ist, könnt ihr diesen Link von Adobe öffnen. Dort sind auch die offiziellen Versionsnummern angegeben.

Überprüft mal eure Flashversionen. Ich hoffe, das Update überschreibt nicht neuere Flash Versionen und es trifft nur Leute mit neu installierten Macs, die noch kein Update installiert haben. Ich fänds super, wenn Adobe endlich eine Art automatischen Installer für den Flash Player anbieten würde. Unter Windows wird ja auch schon ohne Benutzereingriff immer die aktuelle Version des Acrobat Readers installiert. Diese Möglichkeit birgt natürlich auch immer Probleme in sich wie z.B. überschrieben Versionen mit weniger Funktionen als die vorherige Version etc. Ich kenne das Problem z.B. von meinem Twitter Client Echofon, der mit dauernden Updates nervte, nur um mir neue Werbebanner unterzujubeln…

Flash Player Testversion Gala

Seitdem Apple ordentlich auf Adobe einschlägt, hat sich einiges bei Adobe getan. In dem letzten paar Monaten gab es zwei Release Candidates des neuen Flashplayer 10.1 für Mac OS X. Und ab heute gibt es eine neue Beta Version, die endlich das macht, was bisher der Windows Welt vorenthalten war:

Hardwarebeschleunigte Wiedergabe von h.264 Videos über die Grafikkarte.

Voraussetzung dafür war allerdings der Release eines neuen Frameworks von Apple für den Zugriff auf die Grafikhardware.

Damit fühlen sich bisher Webseiten erheblich schneller an. Außerdem habe ich schon seit längerer Zeit Probleme mit ClicktoFlash gehabt, wenn ich Youtube Videos in Quicktime gucken wollte. Da gab es unerfreulich oft Fehlermeldungen, dass das Video nicht gefunden werden konnte oder aber das mir die FLV (Flash Video) Datei zum Download angeboten wurde, anstatt sie zu öffnen.

Alles in allem würde ich mal sagen, dass ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Natürlich wären mir native HTML5 und x.264 Varianten von Youtube und co lieber, ohne dass ich dafür extra Tools erst verwenden muss. Probiert es mal selbst aus und postet eure Meinung in den Kommentaren.

Hier ist noch eine Liste der dazu passenden Newsmeldungen: