Der Ferrari unter den Satelliten – GOCE

Dieser Satellit ist mir gerade in der aktuellen Ausgabe des Physik Journals durch seine außergewöhnliche Form aufgefallen. GOCE ist aerodynamisch geformt, da er lediglich in 250 bis 270km Höhe über der Erde hinweg fliegt. Damit berührt er immer noch die äußeren Luftschichten und würde normalerweise dadurch abgebremst werden und irgedwann verglühen.
Damit das jedoch nicht passiert, haben die Forscher dem Satelliten eine aerodynamische (und ziemlich coole) Form für einen Satelliten gegeben. Doch die Form allein reicht nicht, deswegen haben die Forscher zusätzlich ein Ionen Triebwerk verbaut.
Als wenn das allein nicht auch schon ne ziemlich coole Sache wäre, vermisst dieser Satellit mit bisher nicht erreichter Genauigkeit das Schwerefeld um die Erde. Mit diesen Messwerten können die Forscher ein neues Geoid Modell erstellen. Diese Geoid Modelle sind z.B. wichtig, damit eine gemeinsame gedachte Hüllfläche um die kartoffelförmige Erdform gelegt werden kann und somit z.B. Meeresspiegel Höhen weltweit einheitlich und vergleichbar werden.
Von der Esa gibt es auch noch einiges an Infomaterial zu dem Satelliten zu sehen. Weitere Infos gibt es auch bei Welt der Physik und bei der TU München.