Jahrelang habe ich Karneval am Niederrhein ertragen müssen. Ich habe mich damit abgefunden, dass alle Geschäfte für mehrere Tage der Woche geschlossen bleiben.
Doch dann zog ich nach Bochum,ins östliche Ruhrgebiet und dachte schon, ich werde verschont.
Alles begann damit, das ich letzte Woche Donnerstag problemlos in der Bochumer City umherlaufen konnte und ganz normal alle Geschäfte offen hatten. Ich rief meine Eltern mal an um den aktuellen Stand zuhause zu erfahren.
Zuhause wurde meine Mutter früh morgens von den Karnevalsveranstaltungen der Schulen geweckt (Insbesondere dem Bass der lauten Musik). Als sie in der Stadt war, waren dort nur noch betrunkene Schüler und die Geschäfte hatten alle geschlossen.
Dagegen war in Bochum alles friedlich. Keine verkleideten Narren, keine Karnevalsmusik und offene Geschäfte.
Noch heute morgen fragte ich ein paar meiner Freunde, ob das Uni Center geöffnet hätte, so dass ich wenigstens noch an Lebensmittel kommen könnte. Die Geschäfte hatten wohl alle morgens geöffnet, so dass ich problemlos an Futter kam.
Doch gerade eben, als ich ins Fitnessstudio fahren wollte, holte mich Karneval dann doch noch hier ein. Nachdem ich genervt versucht hatte den Fahrstuhl dazu zu bringen endlich auf die Etage des Fitnessstudios zu fahren, musste ich aufgeben. Irgendwas in meinem Kopf sagte mir “moment mal, heute ist doch Rosenmontag, Elixia hat zu”. Super, also vollkommen umsonst mit dem Auto in die Stadt und einen Euro fürs Parkhaus und sagenhafte 9 Minuten Parkzeit bezahlt.
Dann wollte ich noch meine Freundin und ihre Freundin erreichen, die gerade im gleichen Gebäude schwimmen gehen wollte. Als sie nicht an das Handy gingen, stürmte ich ihnen hinterher. Natürlich wollte die Tür zum Hallenbad nicht so richtig weit aufgehen, weswegen ich mir auch noch schön den Türrahmen in meine Kniescheibe gerammt habe. Dabei wollte ich doch heute echt mal wieder Sport machen um diesen Schwachpunkt (Kniegelenk) von mir zu stärken…
Tja, das war wohl nichts.
Immerhin mussten die Mädels jetzt nicht durch die kaltnasse dunkle Innenstadt laufen.
In diesem Sinne: Helau!!111! eins elf…
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