Linux und die Tücken der Dateisysteme

Unglaublich…

Endlich habe ich es geschafft, meine ext3 Rootpartition meiner Ubuntu Installation auf dem Notebook zu verkleinern… Allerdings mit sehr großen Mühen und jede Menge nerviger Fehlermeldungen.

Wieso wollte ich überhaupt die Partition verkleinern werdet Ihr Euch jetzt fragen. Nun, ganz einfach: Ich habe auf meinme Notebook eine Windows und eine Linux Installation. Momentan habe ich aber auch 2 mal meine „Eigenen Dateien“ auf beiden Partitionen verteilt, damit ich lese und Schreibzugriff habe. Das geht momentan eigentlich nur mit dem guten alten FAT32.

Jetzt ist es aber so, das ich versucht habe mit Partition Magic 8 die ext3 Partition zu verkleinern. Das wäre der einfachste und schnellste Schritt, aber nein, das ging ja nicht, weil ich dauernd Fehlermeldungen bekommen habe, das meine Plattengeometrie oder der MBR nicht stimmt. Da sperrt das Programm dann lieber, damit der User dann keinen Schaden anrichtet.

Interessant war allerdings, das mein Windows und mein Linux nachwievor einwandfrei funktionieren, trotz dieser merkwürdigen Fehler die auf der Festplatte liegen.

Mein nächster Versuch war mit dem Linux Tool „parted“ und „qt_parted“ aber beide haben einen Bug und können sowieso nicht ext3 Partitionen vernünftig verkleinern. Zumal auch die Startposition der Partition sich nicht mehr verändern lässt.

Nach einer ziemlich langen google Recherche habe ich mich dann mit meinem Pech abgefunden. Um diesen Fehler zu beheben, müssen alle Partitionen gelöscht werden und ein neuer MBR und eine neue Partitionstabelle geschrieben werden.

Doch moment! Ich will ja meine Daten behalten. Also habe ich mit Norton Ghost 9 alle Partitionen auf meine externe USB 2.0 Platte gesichert und dann alles gekillt auf der Platte.

Hoffentlich geht das alles gut, dachte ich mir… Doch schon beim zurückspielen der ext3 Partition bekam ich gegen Ende der Operation Fehlermeldungen… Also habe ich intensiv in den Optionen rumgesucht, ausprobiert, aber nichts führte mich zum Erfolg. Letztlich lag es wohl an der Reihenfolge:

  • Erst Windows zurückspielen
  • Dann erweiterte Partitionen anlegen mit Platz für die FAT32 Daten Partition
  • dann erst zurückspielen der ext3 Partition

Allerdings muss man da aufpassen, das man auch mehr freien Speicherplatz zur Verfügung hat, als man früher an Partitionsgröße hat. Also in meinem Fall klappte eine 35GB Partition für ext3 nicht, wenn ich ein 40GB Image zurückspielen will. Dabei waren nur 20GB belegt und ich dachte, Ghost würde das flexibel anpassen, na von wegen…

Als nützlich hatte es sich auch gezeigt, das man vorher mit Partition Magic die ext3 Partition anlegt, und sie nicht von Ghost löschen lässt, sondern direkt dort reinschreiben lässt. So hats dann letztlich auch geklappt mit dem zurückspielen.

Letzter Fehler war dann noch, dass auf einmal die erweiterte Partition als HDA6 erkannt wurde und ganz nach oben in die Liste der Partitionstabelle rutschte. Also sah der Eintrag so aus:

  • hda6
  • hda2
  • hda3
  • hda5
  • hda1

Mit dem Linux Fdisk und den erweiteren Kommandos kann man aber die Reihenfolge reparieren lassen. Jetzt muss nur noch der Grub Bootloader wieder hergestellt werden. Wie das geht, wird am besten unter diesem Link erklärt.

Jetzt habe ich – während ich diesen Eintrag schreibe – die Eigenen Dateien von Linux rübergespielt auf die Daten Partition und muss nun noch mit der Windows Partition synchronisieren. Dann ist das bald alles wieder in Ordnung denke ich 🙂

Wichtige Tools die ich verwendet hatte:

  • Symantec Partition Magic 8.0
  • Symantec Norton Ghost 9.0
  • Linux und Dos Fdisk

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